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Im Habitat des Wildchinchillas
Das chilenische Chinchilla-Nationalreservat
La Chinchilla

(Text gemäß des SENASA-Informationsmaterials, mit persönlichen Anmerkungen)

I. Einleitung

Das Nationalreservat La Chinchilla ist ein Bestandteil des Sistema Nacional de Áreas Silvestres Protegidas por el Estado (nationales System der durch den Staat geschützten Wildgebiete), kurz SNASPE, und wurde 1983 gegründet, um das Habitat der wilden Chinchillas (Chinchilla Lanigera), einer Spezies aus der Ordnung der Nagetiere, die bis 1975 in Chile als ausgestorben galt, zu schützen.

Der Bestand an wilden Chinchillas wurde aufgrund des Interesses an ihrem wertvollen Pelz bis zu einem Punkt dezimiert, an dem ihre Population, gemessen an der Verteilung in der Vergangenheit, auf einige wenige Kolonien an der Stelle reduziert war, an der heute das Nationalreservat liegt.

Lage: Kommune Illapel, Provinz Choapa, Region IV von Coquimbo

Ausdehnung: insgesamt ca. 4.229 Hektar

Anfahrtsweg: Sie erreichen das Reservat über die zwischen Illapel und Combarbalá gelegene, gut aspahltierte Ruta D-705, die ca. 15 km entfert, nördlich der Stadt Illapel, beginnt. Sie können auch den Bus Richtung Ovalle nehmen, der am Reservat vorbeikommt (Fragen Sie diesbezüglich am Busterminal in Illapel nach).

Klima: Mediterran, mit Regenfällen, die sich auf die Wintermonate konzentrieren, und einer Niederschlagsmenge zwischen 180 und 200 mm.

II. Umweltbedingungen

Fauna: Kleine Säugetiere, wie der in Europa als Haustier bekannte Degu (Octodon degus), die chilenische Chinchillaratte (Abrocoma benetti), daneben Cururo und Yaca kommen häufig vor.
Man trifft auch den chilenischen Fuchs und die Wildkatze Colo-Colo an.
Die Vogelwelt betreffend kann man Tenca, Zorzal, Wachtel, Adler und Pequén beobachten.

Flora: An diesem Ort findet man Pflanzen, die in dieser Zusammenstellung das Vegetationsmuster der trockenen bis halbtrockenen Zone darstellen. Typisch für diese Region sind u.a.: Guayacán, Quillay, Chagual, Atutemo und Rumpiato.

Sonstiges: In dem Gebiet sind Kupfer- und Goldminen ansässig, welche offiziell keinen Abbau betreiben, wenn die Tätigkeit nicht in Übereinstimmung mit dem Plan zum Schutz der Wildnis geschieht. Die großen Minenbetreiber wissen diese Vorschriften jedoch geschickt zu umgehen, so dass sich mittlerweile Abbaugebiete in unmittelbarer Nähe zum Reservat befinden. Außerdem wurde vor Jahren eine Schnellstraße quer durch das Chinchillareservat zugunsten der ansässigen Minen gebaut.

V. Abschließende Hinweise

a) Wenn Sie das Gebiet für mehr als einen Tag besuchen wollen, müssen Sie dies mit der sog. Unidad de Patrimonio Silvestre Regional abstimmen oder über das regionale Büro der Provinz Choapa regeln. SENASA, die zuständige Behörde für das Reservat, verfügt über ein Büro in Illapel, Wenden Sie sich im Zweifelsfall direkt an die Angestellten dort.

b) Es ist verboten, Feuer zu machen, um dem Risiko von Buschbränden in der trockenen Region entgegenzuwirken.

c) Auf der gesamten Strecke findet der Besucher bei den Parkhütern Rückhalt. Kleiner Wehrmutstropfen: Die Angestellten sprechen nur Spanisch.

d) Es darf der Natur weder etwas entnommen noch die Tierwelt aufgescheucht werden. Des weiteren ist der Müll in den dafür vorgesehenen Abfallbehältern zu entsorgen.

IV. Infrastruktur und Service im Nationalreservat

Nocturama: Ort, an dem versucht wurde den Lebensraum nachtaktiver Tiere in einer Art Kleinzoo nachzuahmen, und wo es möglich ist, sieben Kleinsäugerspezies des Reservat aus nächster Nähe zu beobachten. Die Präsentation ist für ein Reservat in Chile einzigartig, allerdings sind die  dort gehaltenen Tiere, darunter auch tagaktive, ständiger Dunkelheit ausgesetzt,  weshalb ihre Lebensbedingungen nicht als optimal bezeichnet werden können.

Umweltinformationszentrum: Hier gibt es, die Zufluchtsstätte betreffend, eine ständige Ausstellung , die durch die o.g. angrenzende Casa Nocturama ergänzt wird.

Wanderpfad: In der sog. Quebrada El Grillo wurde ein Lehrpfad geschaffen, der dem Besucher auf einer Strecke von ca. zwei Kilometern die natürliche Vegetation des Gebietes auf konzentrierte Art und Weise vor Augen führt. Der Eingang zum Lehrpfad liegt ca. 1,5 km vom Haupteingang entfernt.

Unterkünfte: Zwei große Holzhütten, die jeweils sechs Personen Platz bieten. Die Kosten pro Hütte und Nacht belaufen sich auf 7000 Pesos, Verpflegung nicht eingeschlossen.

Camping: Neben dem Haupthaus gibt es einen großen, eigens dafür geschaffenen Platz.

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